Wo kann man mehr praktische Erfahrungen sammeln, als in der Praxis selbst?, dachten sich das Lehrteam der Berufsfachschule Sport und Business Lindow und das Injoy in Neuruppin. Und so kam man überein, über das gesamte Schuljahr verteilt die angehenden Sportassistenten des zweiten Ausbildungsjahres an zwei Nachmittagen nach dem Unterricht im Injoy einzusetzen.
Dabei geht es nicht darum, Kaffee zu kochen oder ein wenig small talk zu üben. Nein, das Injoy-Team hat sich richtig Gedanken gemacht und die Schüler in die täglichen Abläufe eingebunden. Sie erstellen Trainingspläne für die Kunden, führen Kundengespräche durch, beaufsichtigen die Trainingsfläche und werden in die Kurse eingebunden - alles unter fachgerechter Anleitung durch Injoy-Trainer Tino Gäding. Schnell stellten die Schüler fest, was sich während der Theorie in der Schule so gut anhört, ist in der Praxis nicht immer umzusetzen. Beim Injoy steht ausschließlich der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen im Mittelpunkt. Individualität auf der Trainingsfläche ist gefragt, denn nicht jeder Kunde ist gleich. Der behutsame Umgang mit dem Kunden und das langsame Herantasten an Trainingsziele bei gleichzeitig sanftem Ansporn stehen im Vordergrund und nicht sportlicher Leistungsdruck.
Für junge Menschen mit sportlichen Ambitionen ist das nicht unbedingt selbstverständlich. Hier haben sie die Gelegenheit, sich mit unterschiedlichen Ansprüchen und Anforderungen auseinanderzusetzen und möglichst viel für ihr eigenes Wirken als Trainer aufzunehmen. Die praktischen Stunden sind lt. unserem beschlossenen Ausbildungskonzept Pflichtstunden für jeden Schüler. Sie dienen zum einen der Vorbereitung auf die Fitness-Trainer A-Lizenzprüfung, werten aber zum anderen den Praxisbezug und die Qualität der Ausbildung der Berufsfachschule Lindow wesentlich auf.




















