LINDOW - Das Ziel ist in Sicht: Im Neubau der Berufsfachschule im Lindower Sportzentrum ist gestern das „Estrichfest“ gefeiert worden. Das heißt: Das Gebäude selbst steht, jetzt geht es an den Innenausbau mit Leitungen, Kabeln, Malerarbeiten und Teppichen. Am 31. Juli will die Fachschule in ihre neuen Räume einziehen. Manfred Wothe, Geschäftsführer der Schule, lobte gestern die beteiligten Firmen. Sie hätten trotz des harten Winters sowohl den Kosten- als auch den Zeitplan eingehalten. 95 Prozent der Unternehmen sind aus der Region, hob Wothe hervor – sie hätten sich selbst in der europaweiten Ausschreibung durchsetzen können. Die Bauleute feierten ihre Leistung gestern gemeinsam mit den Sportschülern, auch Susanne Lahme, mehrfache Olympiateilnehmerin im Volleyball, schaute kurz vorbei. Sie gibt in Lindow derzeit einen Workshop.
Der Landessportbund als Träger der Schule investiert rund 3,06 Millionen Euro in den Neubau, 2,5 Millionen davon kommen aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung. Es entstehen zwei Klassenräume, ein Computerkabinett und ein Lernkabinett. Außerdem wird es einen Veranstaltungssaal geben. Bisher war die Schule provisorisch in Containern auf dem Gelände der Sportschule untergebracht. Mit dem Neubau verbessern sich die Lernbedingungen deutlich. Das finden jedenfalls Svenja Braun (17) und Tim Lutter (22), die beide im ersten Ausbildungsjahr sind. „Wir haben mehr Platz, das ist der größte Vorteil“, sagt Svenja Braun. Die Friesackerin hat sich bewusst für Lindow entschieden, auch wenn sie deswegen im Moment jeden Morgen um 5.30 Uhr aufstehen muss. Sie lobt wie Tim Lutter vor allem, dass die Schüler während der Ausbildung diverse Trainerlizenzen machen können. Das helfe erheblich bei der Jobsuche.
Das neue Domizil für die Berufsfachschule ist nicht der einzige Neubau auf dem Gelände der Lindower Sportschule. Neben der Schule entsteht im Moment ein Minifußballfeld für 75 000 Euro. Gleichzeitig wird ein neues Gästehaus mit zehn Zweibettzimmern gebaut. Das kostet etwa 570 000 Euro und soll im September fertig werden. Außerdem wird die gesamte Heizungsanlage modernisiert und es wird ein eigenes Blockheizkraftwerk mit 207 Kilowatt Leistung eingebaut. Es soll rund 20 Prozent der benötigten Wärme liefern und so die Heizung ergänzen. 480 000 Euro fließen insgesamt in die Modernisierung der Anlage. „Die Heizung hätte sonst die ganzen Gebäude nicht mehr versorgen können“, so Manfred Wothe. (von Carsten Schäfer)
(Quelle MAZ)




















