Viele Gäste gratulieren zum 20-jährigen Bestehen der Europäischen Akademie des Sports
Velen (eads-press). Werner Stürmann vom Sportministerium ließ „schöne Grüße“ der alten und neuen NRW-Sportministerin Ute Schäfer (SPD) ausrichten, die im Landtag in Düsseldorf am selben Tag ihre Ernennungsurkunde entgegennahm. „Die guten Beziehungen, die es seit Gründung der eads vor 20 Jahren gibt, bleiben bestehen“, ließ der Abteilungsleiter ausrichten. Und Ehrenpräsident Dr. Johannes Eulering formulierte treffend: „Gute Nachbarn sind besser als Freunde, die weit weg wohnen.“ Offenbar ist die Nachbarschaft der Europäischen Akademie des Sports (eads) sehr groß: Zum Festakt anlässlich des 20-jährigen Bestehens gratulierten annähernd 100 Gäste im Sportschloss Velen. Und
Das regional ausgerichtete grenzüberschreitende Wirken um ein vereintes Europa mit vielen Projekten klang in den Grußworten der großen Gästeschar immer wieder durch, darunter auch Vertreter des Europäischen Netzwerks der Akademien des Sports aus Polen, Potsdam, Trier, Luxemburg, Hannover, Dresden und Bad Malente – neben einem halben Dutzend niederländischer Partner, die im „Laufe der Jahre allesamt gute Freunde geworden sind“, sagte Akademie-Präsident Franz-Josef Probst.
Dass selbst Holländer über die Partnerorganisation Gelderse Sport Federatie mit im Vorstand säßen, fand Werner Stürmann höchst bemerkenswert: „Der Sport ist häufig Ausgangspunkt eines unkomplizierten Zusammenkommens.“ Kooperationen zwischen dem Kreis Borken und dem benachbarten Gelderland „fördern den internationalen Prozess“.
„Die eads leistet einen kleinen, aber wertvollen Beitrag zum Zustandekommen Europas“
Und dies schon seit 20 Jahren, lobte Gastredner Walter Schneeloch, Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und Präsident des mehr als fünf Millionen Mitglieder großen Landessportbundes Nordrhein-Westfalen: „Die eads war die erste Institution ihrer Art, die sich mit dem Thema Europa beschäftigt hat und ,Europa im Kleinen‘ gelebt hat.“ Von Anfang an arbeite sie mit europäischen Nachbarn zusammen, um Entwicklungsprozesse anzustoßen und Integrationen mitzugestalten. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit, auch wie sie die Akademie betreibe, sei generell eine „komplexe Geschichte und eine schwierige Aufgabe“. Dennoch gehöre sie „zu den spannendsten Themen in Europa überhaupt“, sagte Schneeloch, selber zwei Jahre Präsident der eads, im Orangeriesaal. Die Akademie schaffe über die Grenzen hinweg Kontakte, ermögliche Erfahrungsaustausche und sportliche Begegnungen der unterschiedlichsten Art. Schneeloch: „Die eads leistet einen kleinen, aber wertvollen Beitrag zum Zustandekommen Europas.“
Borkens Landrat Dr. Kai Zwicker erinnerte an die Anfänge, in die der damalige Oberkreisdirektor Raimund Pingel und Kreisdirektor Dr. Rudolf Voßkühler – beide ebenfalls anwesend – stark eingebunden gewesen seien. Der Kreis trete bis heute als Unterstützer auf, „trotz angespannter Finanzlage haben wir die Sportförderung aufrechterhalten.“
Henk Palm verdeutlichte als Präsident der Gelderse Sport Federatie und Gründungsmitglied die freundschaftliche Basis zweier Organisationen aus zwei benachbarten Ländern, die zwei Jahrzehnte bestens miteinander harmoniert hätten: „Es sind neue Strukturen aufgebaut und die Partnerschaft ist vom ersten Tag mit Leben gefüllt worden – und dies mit vielen konkreten Maßnahmen wie der Bekämpfung von Übergewicht bei Kindern im Projekt ,Gesunde Kinder in gesunden Kommunen‘. Das ist vorbildlich. Die Zukunft liegt in der Netzwerkarbeit, und sie wird zwischen uns noch lange bestehen bleiben und weiter ausgebaut werden.“
Euregiorats-Präsident Günter Alsmeier unterstrich die Rolle des Sports in der Region: „Er führt die gesellschaftliche Integration herbei und eine Positionierung des Raumes.“ Grenzüberschreitende Arbeit befruchte das Ganze. Daran habe di eads 20 Jahre enorm mitgewirkt. Alsmeier: „Solche Entwicklungen sind nicht selbstverständlich.“ Ausdrücklich dankte er dem hauptamtlichen Akademieleiter, der von Anfang an die Geschicke mitbestimmt habe, Reinhardt te Uhle: „Gehen Sie auch in Zukunft Ihren Weg weiter.“
Zwölf treue Wegbegleiter geehrt
Europaplaketten und Urkunden hat die Europäische Akademie des Sports (eads) anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens bei einem Festakt in Velen an treue Wegbegleiter „für besondere Verdienste beim Aufbau europäischer Kooperationen und grenzüberschreitender Kontakte“ verliehen. Dazu gehören aus dem Kreis Borken als Gründungsmitglieder Kreisdirektor a. D. Dr. Rudolf Voßkühler und Ludger Triphaus, seit 20 Jahren Vorstandsmitglied, sowie Euregio-Geschäftsführer Harald Krebs. Außerdem wurden geehrt: Ehrenpräsident Dr. Johannes Eulering, die Niederländer Henk Palm (Präsident Gelders Sport Federatie) Bernard Kobes (Präsident Sportraad Overijssel), Frans van Dijk (Gründungsmitglied und heute im NOC/NSF), Ben Halle (Hogeschool van Arnhem en Nijmegen), der Rektor der Deutschen Sporthochschule, Professor Dr. Walter Tokarski, Professor Dr. Roland Naul, Sportwissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen und mit dem Willibald Gebhardt Institut Essen Projektleiter von Gesunde Kinder in gesunden Kommunen, Ministerialrat a. D. Professor Dr. Walfried König und Theo Rous, Ehrenpräsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.
Per Unterschrift wurde letztendlich die Erweiterung des Europäischen Netzwerkes der Akademien des Sports (Endas) feierlich beschlossen. 13 Organisationen aus Polen, Holland, Belgien, Luxemburg, Frankreich und Deutschland arbeiten in europäischen Fragen eng zusammen. Im Vorfeld hatte es zu der umfassenden europäischen Kooperation ein zweitägiges Symposium in Velen gegeben.
Netzwerk-Vorsitz wechselt nach Trier
Der Vorsitz des Netzwerkes, das die eads 1999 mit aus der Taufe gehoben hat, wechselte von Velen zur Europäischen Akademie des Rheinland-Pfälzischen Sports nach Trier. Den „Staffelstab“ in Form eines WM-Fußballs von 1954 übergab eads-Vorstandsmitglied Ludger Triphaus an Sportakademie-Präsident Georg Bernarding.


























