Die Stadt Gelsenkirchen startet im Herbst 2025 einen breit angelegten Beteiligungsprozess zur zukünftigen Ausrichtung ihrer Sport- und Bewegungslandschaft. Mit der Durchführung und wissenschaftlichen Begleitung wurde das Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) beauftragt, das als An-Institut zur Fachhochschule für Sport und Management Potsdam (FHSMP) gehört.
Ziel des Prozesses ist es, eine fundierte, datenbasierte Grundlage für die Weiterentwicklung des Sports in Gelsenkirchen zu schaffen – mit Blick auf bestehende Strukturen, neue Anforderungen und gesellschaftliche Veränderungen. Im Zentrum steht dabei die Frage: Wie wollen Bürgerinnen und Bürger in Zukunft Sport treiben, sich bewegen und Teil einer aktiven Stadtgesellschaft sein?
Ein zentrales Element ist eine repräsentative Bürgerbefragung, an der rund 10.000 zufällig ausgewählte Einwohnerinnen und Einwohner nach den Sommerferien teilnehmen können. Sie erhalten ein persönliches Anschreiben von Oberbürgermeisterin Karin Welge mit der Einladung, sich an einer Online-Befragung zu beteiligen. Erhoben werden unter anderem Informationen zum individuellen Sportverhalten, zur Nutzung bestehender Angebote sowie zu Wünschen, Bedarfen und Ideen für die sportliche Zukunft Gelsenkirchens.
Darüber hinaus werden auch Sportvereine und Schulen in den Beteiligungsprozess eingebunden. Mithilfe eigener Erhebungsinstrumente werden dort unter anderem Infrastruktur, Entwicklungspotenziale und Herausforderungen systematisch erfasst.
Bereits im Vorfeld hat das INSPO-Team die kommunale Sportinfrastruktur umfassend analysiert. Dabei wurden alle städtischen Sporthallen und -plätze vor Ort begangen, ihr Zustand bewertet und der Modernisierungsbedarf dokumentiert. Diese technische Bestandsaufnahme bildet die Grundlage für künftige Investitionen und Planungsschritte.
Mit diesem Projekt bringt sich das INSPO aktiv in kommunale Entwicklungsprozesse ein und ermöglicht als Partner für datenbasierte, partizipative Sportentwicklungsplanung der Kommune einen strukturierten Zugang zu den vielfältigen Herausforderungen im Bereich Bewegung, Gesundheit und Teilhabe.