Diese Frage stand im Mittelpunkt des Seminars für Großsportvereine, zu dem die Europäische Sportakademie Land Brandenburg (ESAB) gemeinsam mit dem Landessportbund Brandenburg (LSB) am 20. September 2025 in das Haus des Sports nach Potsdam eingeladen hatte. Unter dem Titel „Transformation vom Ehrenamt zum Hauptberuf“ diskutierten über 20 der rund 30 brandenburgischen Großsportvereine über Perspektiven und Herausforderungen der Vereinsentwicklung – unterstützt durch fundierte Fachimpulse und praxisorientierte Austauschformate.
Als Bildungseinrichtung des organisierten Sports versteht sich die ESAB nicht nur als Partner für die Aus- und Fortbildung von Übungsleitenden und Trainer:innen, sondern auch als Impulsgeberin für die strategische Weiterentwicklung von Vereinsstrukturen. Das Seminar bot eine wichtige Plattform, um Wissen gezielt zu transferieren, Handlungsansätze zu entwickeln und den Erfahrungsaustausch zwischen den teilnehmenden Vereinen zu fördern.
Geleitet wurde die Veranstaltung von Markus Czenia, langjähriger Referent mit Expertise in den Bereichen Arbeitsrecht, Organisationsentwicklung und Ehrenamtsförderung. In seinem Fachvortrag beleuchtete er zentrale Rahmenbedingungen für hauptberufliche Beschäftigung in gemeinnützigen Vereinen – von rechtlichen Grundlagen über Fragen der Gemeinnützigkeit bis hin zu praktischen Anforderungen an Personalstrukturen. Sein Input diente als inhaltliche Grundlage für die anschließenden Diskussionen.




Das Veranstaltungsformat war bewusst dialogorientiert gestaltet: In kurzen Murmelgesprächen und mithilfe digitaler Tools sammelten die Teilnehmenden zentrale Themen und Fragestellungen – unter anderem zu Finanzierung, hauptamtlicher Stellenplanung und zur Rolle von Vereinsvorständen. Die live ausgewerteten Beiträge wurden im weiteren Verlauf aufgegriffen und gemeinsam vertieft.
Das Seminar verdeutlichte den wachsenden Bedarf an rechtlicher Orientierung, Qualifizierung und struktureller Weiterentwicklung in Brandenburgs Großsportvereinen. Bildung und Austausch wurden dabei erneut als zentrale Faktoren einer zukunftsfähigen Vereinsentwicklung erkennbar.
Den Abschluss des Tages bildete ein gemeinsames Abendessen, bei dem der informelle Austausch fortgesetzt wurde – viele der Teilnehmenden nahmen neue Kontakte und konkrete Ansätze für die Arbeit in ihren Heimatvereinen mit auf den Weg.